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Weltreise mit Baby – Teil 1

Organisation, Medikamente und Reiseutensilien fürs Baby

Bereits während der Schwangerschaft denkt man über die Elternzeit nach. Zum einen sind da die Formalien. Diverse Anträge und Formulare geben den offiziellen Startschuss in den neuen Lebensabschnitt. Zwischen 1 und 3 Jahren kann Frau dann von ihrer gewohnten Arbeitsstelle wegbleiben. Und was macht man da so, außer das Kind großzuziehen?

Viele entschließen sich für eine tolle Reise. So auch wir! Mein Mann nahm nach längerem Überlegen 2 Monate Elternzeit, so lange waren wir noch nie im Urlaub!

Die Wahl des Zielortes war dann relativ einfach, da wir sie an einige Bedingungen geknüpft haben: es sollte so weit weg wie möglich gehen, aber immer noch zivilisiert sein und angenehm warm im Januar und Februar sollte es auch sein.

Besonders wichtig war uns, dass wir mit unserem dann 10 Monate altem Baby immer die Möglichkeit hätten, ein Krankenhaus aufzusuchen, falls etwas mit ihr passieren sollte.

Die Länder-Liste und die entsprechenden K.-o.-Kriterien sahen wie folgt aus:

  1. Japan, klasse, aber zu teuer.
  2. Australien, auch klasse, gibt aber zu viele giftige Tiere im Wasser, zu Land und in der Luft, bäh, bäh, bäh. Da bin ich echt ein Schisser!
  3. Kanada, zu weite Strecken, als dass man mit dem Kind lange genug im Auto sitzen kann um die Landschaft zu genießen, außerdem mega kalt im Januar.
  4. Neuseeland: perfekt!!!!

Info zu Elterngeld und Elternzeit:

Jeder hat das Recht auf maximal zwei Jahre Elternzeit. Diese habe ich auch genommen. Das Elterngeld mit dem maximalen Höchstsatz von 1.800 € netto wird aber nur in den ersten 12 Monaten gezahlt, es sei denn, das Paar entscheidet sich für das Partnermodell. Dann hat man 12 Monate mit 14 Monatsbeträgen. Also auf Deutsch, man bekommt in zwei Monaten das Doppelte Elterngeld. Einmal für sich und einmal für den Partner.

Genaueres zum Elterngeld Antrag gibt es hier:

Als Nächstes ging es an das Thema „Baby’s Gesundheit im Urlaub“.

Für mich war es wichtig, für die wahrscheinlichsten Fälle vorbereitet und ausgerüstet zu sein, aber nicht eine ganze Apotheke mitzuschleppen. Daher habe ich, nach Rücksprache mit meiner Hebamme, dem Kinderarzt und meinen bisherigen Erfahrungen mit MissMaus, folgende Dinge eingepackt:

  1. Globuli:
    • Podophyllum
    • Hypericum
    • Belladonna (bei heftigem Fieber)
    • Chamomilla
    • Ferrum phosphoricum
  2. Mittel gegen Durchfall (Colina)
  3. Hustensaft zum Schleim lösen (Hedelix, unser Arzt hat uns empfohlen, ihn morgens und gegen 16.00 Uhr zu nehmen, nicht zu spät abends, da das Abhusten nachts dann das Kind und die Eltern wach hält)
  4. Hustenstiller – am besten vom Arzt verschreiben lassen. Wir hatten Capval und das homöopathische Mittel Rhus Toxicodendron.
  5. Nasentropfen für den Flug (Otriven) oder NaCl Tropfen (Kochsalz) mit Pipette
  6. Nasenschleimsauger
  7. Fluoretten (Vitamin D3)
  8. Zahnungsgel (Osa)
  9. Massage-Öl (für das Baby-Bäuchlein von z.B. Wileda)
  10. Fieberthermometer
  11. Nagelschere
  12. Augentropfen (Euphrasia)
  13. Grundstock an Verbandmaterial und (Baby-)Pflaster (Es gibt welche mit sehr süßen Motiven, die sind dann sowohl gegen Schmerz als auch Langeweile)
  14. Kühlpack für Beulen, wenn man die Möglichkeit zum Kühlen hat
  15. Wärmekissen bzw. Kirschkernkissen
  16. Baby-Paracetamol-Zäpfchen
  17. Vibrucol-Zäpfchen (Pflanzlich, beruhigend)
  18. Po-Wundsalbe, z.B. Windelbalsam aus der Bahnhofsapotheke

Wer sich genauer über die Wirkungen der oben genannten Globuli belesen möchte, kann das gerne hier tun.

Rückwirkend kann ich auf jeden Fall sagen, dass es hilfreich ist, die Medikamente in einen kleinen Koffer, eine Box, oder in unterschiedliche Beutel mit Reißverschluss zu tun. Dein Baby wird es lieben, die Dinge aus- und einzuräumen.

Ich weiß, dass man Kinder nicht mit Medikamenten spielen lassen sollte, aber wenn es hilft, sie während des Essens zu beschäftigen, dann macht man so einiges im Urlaub.

Und da kommen wir schon zum nächsten Punkt:

Baby Entertainment für lange Flugreisen – Meine Top 6!

Quiet Book von Jolly Design

Unsere Nummer 1 für lange Flüge war das sogenannte Quite Book von Jolly Designs, Modell Affe 🐒

Die sechs Seiten sind liebevoll und in Handarbeit an die jeweiligen Entwicklungsstadien von Babys angepasst. Mit jedem Mal, in dem MissMaus das Buch umblätterte, lernte sie mehr. Kletten, Bändchen zum Ziehen, Dinge, die sich an einem Faden rauf und runter bewegen, schöne Stoffe und Materialien, einfach genial! Es gibt sicherlich noch weitere Quite Books bzw. Fühlbücher, wie sie auf deutsch genannt werden. Schau am besten bei Pinterest. Dort habe ich auch ganz viele Ideen gesammelt. Alternativ findet demnächst in Stuttgart die Babywelt Messe statt, dort hatte ich den Anbieter damals zum ersten Mal entdeckt.

Platz 2: Relativ am Ende unserer Reise entdeckten wir dieses Highlight. Ein magnetisches Malbrett, welches uns eine andere liebe Mami im Flugzeug ausgeliehen hatte. In Deutschland gibt es bei Amazon folgendes Modell: NextX Große Magnetische Maltafel

Schmusetuch von Sterntaler

Platz 3: Etwas umfunktioniert haben wir Omas Weihnachtsgeschenk. Wir haben einen Schutzengel in einer wunderschönen Geschenkbox bekommen. Der Schutzengel blieb unbeachtet im Koffer liegen, besonders spannend hingegen war die Box. Auf und zu machen, das konnte unsere kleine Madame gefühlt 100 mal pro Flug. Deshalb haben wir verschiedene Kleinigkeiten hinein gepackt, um sie bei Laune zu halten. Darunter waren Stapelbecher, denn die Kinder entdecken mit zehn Monaten Dreidimensionalität. Also alles was man ineinander stecken kann, ist großartig. Nette Flugbegleiter gaben uns mehrere Becher.

Aufkleber gibt es u.A. bei vertbaudet.de

Platz 4: Wirklich platzsparend und dennoch effektiv für die Baby-Beschäftigung sind Sticker! Viele, bunte Motive. Man kann damit wunderbar das Fenster im Flugzeug bekleben, dabei Geschichten erzählen, warum man sie so und so anordnet, Laute bilden etc. Sticker eignen sich auch hervorragend für regnerische Tage, um das Interieur des Hotelzimmers aufzupeppen oder bei langen Autofahrten mit dem Camping Van.

Platz 5: Muscheln! Einfach an das eine Babyöhrchen halten, das andere Öhrchen zuhalten und schon hat man ein tolles Meeresrauschen.

Platz 6: Brillenetui! Alles was Mama und Papa benutzen, ist anziehend. Das Öffnen und Schließen eines Brillenetuis ist aus Babys Sicht besonders spannend. Erst recht wenn man ein „aufregendes“ Brillenputztuch mit rein legt.

Ich hoffe meine Tipps verkürzen dir die Warterei im Flugzeug und halten dein Baby stest beschäftigt und gut gelaunt.

Falls du selbst noch Tipps hast, was auf gar keinen Fall zu Hause bleiben darf, dann schreib mir gerne in die Kommentare.

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