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Weltreise mit Baby – Teil 2

Wenn man mit einem Baby auf Weltreise in die USA geht, muss man einige Dinge, die man sonst im Urlaub macht, von der Liste streichen. Auf dem Weg von New York, über Memphis, über San Francisco bis nach Hawaii haben wir tolle 4 Wochen verlebt. Wir tauschten zwar die sonstigen Club- und Bar Besuche im Urlaub gegen viel Outdoor Spaß und Kindermuseen, waren aber letzten Endes schwer begeistert von der Fülle der Aktivitäten, die man trotz, oder gerade dank Baby machen kann.

Unseres absoluten Must-Sees und Must-Dos für New York, Memphis, San Francisco und Hawaii möchte ich hier mit euch teilen. Wer lieber etwas über die Organisation, Medikamente und Reiseutensilien für die Weltreise mit Baby wissen möchte, kann das gerne im vorigen Blog Beitrag nachlesen.

Tipps und Tricks vor der Reise

Ab besten startet man aus Manhattan. Ob Hotel oder Airbnb, man sollte definitiv vorher buchen. Eine großartige Website, auf der man immer ein Schnäppchen finden kann, ist Hotwire. Hier kann man z.B. den Stadtteil eingeben, die Anzahl der Sterne und sogar die TripAdvisor Bewertungen filtern. Den Namen des Hotels sieht man erst nach dem Kauf, aber Achtung – Trick 17 – wer parallel TripAdvisor aufmacht, kann mit wenigen Clicks vorher herausfinden, um welches Hotel es sich handelt.

Auf Secret Escapes und Urlaubspiraten gibt es auch gelegentlich bestechend gute Angebote. Einfach immer wieder mal rein schauen in die App lohnt sich.

New York mit Baby, unsere Highlights

  1. Baby Food! Bevor man sich über die Planung Gedanken machen sollte, sollte die Versorgung des jüngsten Familienmitgliedes geregelt sein. Schließlich hat mit einem hungrigen und schlecht gelaunten Kind niemand etwas vom Urlaub. Wir haben sehr gute Erfahrung mit den (sehr fein) pürierten Breien von Gerber gemacht. Die Marke Hipp, Holle oder andere Deutsche Marken haben wir so in den USA überhaupt nicht gefunden. Für den Flug und die ersten 2-3 Tage rate ich euch, auf jeden Fall Essen mitzunehmen. Im Whole Foods, Trader Joe’s oder Safeway sind gute Lebensmittel Geschäfte mit bio bzw. organic Abteilungen und einer großen Auswahl an Baby Food.
  2. Mit der Staten Island Ferry fahren. Man bekommt einen herrlichen Blick auf Downtown Manhattan und pendelt rüber zu Staten Island. Das Beste ist, dass die Fähre kostenlos ist! Nach 20-25 Minuten kommt man auf Staten Island an. Hier könnt ihr einen kleinen Ausflug zum 9/11 Memorial machen. Es ist in Form zweier Engelsflügel gestaltet und wenn man direkt davorsteht, schaut man auf Ground Zero. Hier haben bei dem Anschlag 2001 insgesamt 267 Bewohner von Staten Island ihr Leben gelassen, soviel wie sonst in keinem Stadtteil New Yorks. Und obwohl Staten Island viele schöne Dinge zu bieten hat, haben wir uns dennoch entschlossen, relativ bald zurück zu kehren, da es uns in Manhattan besser gefiel.
  3. CMOM – Children Museum Of Mannhatten. An dem regnerischen Tag, an dem wir da waren, zogen sich die Schlangen zum National History Museum fast über drei Blocks hinweg. Im CMOM war die Wartezeit in diesem Museum gerade einmal 5 Minuten. Der Spaßfaktor, den die Kleinen auf den vier Stockwerken haben, ist enorm. Das Museum ist darauf bedacht, den jüngsten Besucher der Weltmetropole mit allem zu bespaßen, was das Baby Herz begehrt. Krabbeln, Spielen, Entdecken, Fühlen, Tasten, Riechen, Hören. Alles ist dabei. Wickeltische auf jedem Stockwerk sind inclusive. Es gibt auch ein mini-oval Office mit Rotem Telefon, für diejenigen, mit ganz großen Zukunftsplänen.
  4. Central Park. No matter the weather, hier kann man auf jeden Fall einige sehr schöne Stunden verbringen. Unser Tipp: Packt euch gute und Wasserabweisende Wanderboots ein, denn mit trockenen und warmen Füßen kann man eigentlich wirklich bei jedem Wetter die Stadt genießen.
  5. Hidden gem für Eltern mit Babys am Time Square. Je nach Saison und Feiertag, können einige Plätze so überfüllt und laut sein, dass man dort lieber nicht mit einem Baby hingeht. Der Time Square zählt definitiv dazu. ABER: Es gibt einen Geheimtipp. Die R Lounge hat eine fantastische Bar und noch besser ist die Aussicht auf all das Getummel unten in den Straßen und die mit leuchtender Reklame behangenen Hochhäuser. Tipp 2: Kommt auf gar keinen Fall mit dem Kinderwagen! Im Tragetuch fühlte sich unsere Kleine am aller Wohlsten und mit dem Buggy wären wir die vollgestopfte Straße auch gar nicht durchgekommen.
  6. Morning Workouts im Hotel. Nutz den Jetlag. Ihr werdet definitiv das Hotel Gym für euch allein haben und könnt euer Kind frei herum krabbeln lassen. Wobei, wahrscheinlich wird es so fasziniert sein davon, was Mama macht, dass es gar nicht auf die Idee kommt woanders hin zu wollen.
  7. FAO Schwarz, DER Kinderladen in Downtown Manhattan. Einen ausführlichen Bericht einzig und allein zu diesem Laden findet ihr hier

Memphis mit Baby, unsere Highlights

  1. Wusstet ihr, dass sowohl Elvis Presley als auch Justin Timberlake aus Memphis kommen? Ersterer hat sich dort mit gerade mal 22 Jahren eine Villa gekauft, in der er gewohnt, gefeiert und musiziert hat. Seine Ehefrau Pricilla betreibt es bis heute als eine Art begehbares Museum. Wirklich sehenswert! Plant locker einen Tagesausflug.
  2. Schaut euch unbedingt ein Basketball Spiel der Memphis Grizlies an.
  3. Da wir bei Freunden der Familie übernachtet haben, kann ich euch gar nichts groß zu Unterkünften sagen, aber das Shoppen dort ist sensationell. Die hübschesten Kindersachen werden einem regelrecht für einen Appel und ein Ei hinterher geworfen. Target hat alles, was das Baby- und Mama Herz begehrt und noch dazu zu einem super Preis.

San Francisco mit Baby, unsere Highlights

  1. Fahrt vom Flughafen mit Uber! Generell kann man überall in den USA mit Uber fahren. Kostet weniger als ein normales Taxi und ist wirklich überall zu haben.
  2. Ihr könnt am besten im Financial District übernachten, hier sind die Hotel Preise nicht zu hoch und man ist schnell in der Stadt. Unbedingt zu vermeiden sind die Stadtteile Union Square und Terderloin! Die Obdachlosen Rate ist erschreckend und man sollte dort nicht alleine im Dunkeln spazieren!
  3. Macht dafür lieber einen Spaziergang am Pier. Startet bei dem Farmers Market am Pier 1. Dieser findet immer dienstags, donnerstags und samstags statt.
  4. Lauft hoch bis zum Pier 39. Hier kann man die Seelöwen Kolonie bestaunen, ins Aquarium gehen und fantastisch bei Bubba Gump Shrimp Company essen. Schaut euch unbedingt vorher den Film „Lauf Forrest, Lauf“ an, falls ihr ihn noch nicht kennt, ein Klassiker! Das Hard Rock Café ist auch am Pier 39. Hier kann man ganz genüsslich einen halben Tag verbringen.
  5. Eine Fahrt mit der historischen Metro ist Pflicht!

Hawaii mit Baby, unsere Highlights

  1. Die Lage macht auch hier viel aus. Um unnötig viele Überflüge zu vermeiden, haben wir uns dazu entschieden auf der Hauptinsel O’ahu zu bleiben. Hier sind wir gelandet und von hier aus flogen wir auch weiter.
  2. O’ahu hat einen der weltweit bekanntesten Strände, Waikiki Beach. Mit einem Hotel auf diesem schönen Fleckchen Erde kann man nichts falsch machen.
  3. Eine Besichtigung von Pearl Harbour ist ein must!
  4. Ein Hike zum Nationalwahrzeichen Diamond Head ist MIT Kind sehr gut machbar. Um Kosten zu sparen empfehle ich, dort mit dem Bus hinzufahren. Eine Tour oder ein privates Shuttle sind überteuert und der Bus fährt sehr regelmäßig. Fragt einfach an der Hotel Lobby oder schaut im Internet nach, welche Nummer, wann fährt.
  5. Für mindestens einen Tag sollte man sich ein Auto mieten. Erwartet jedoch keine deutschen Hygiene Standards bei den Kindersitzen. Zum North Shore und besonders zum verträumten Surfer-Städtchen Haleiwa sind es gute 1,5 – 2 Stunden zu fahren. Wer Zeit für eine Übernachtung mitbringt, der sollte hier unbedingt einen Zwischenstopp machen und den nächsten Tag in Waimea Valley verbringen, wo man einzigartige Einblicke in die Hawaiische Kultur bekommt. Alternativ ist auch das Polynesian Cultural Center sehr beliebt, wobei wir es selbst nicht hier her geschafft haben.
  6. Eine Weltreise kann ganz schön kostspielig werden. Diesem Faktor wirken selbst gekochte Mahlzeiten und Supermarkt Besuche natürlich entgegen. Wir haben dafür den japanischen Supermarkt Mitsuwa Marketplace auserkoren. Hier wird (nur von Japanern) im Laden gekocht, sodass man sich die fertigen Sachen super frisch und teilweise für ¼ des Preises im Restaurant mitnehmen kann.
  7. Auf jeden Fall sollte man sich aber einen anständigen Cocktail zum Sonnenuntergang im „House without a key“ gönnen. Ein sehr schönes Hotel, hier sollte man den Dress Code auch beachten. Die Musik ist super und die Tanzeinlage wird von der ehemaligen Miss Hawaii gehalten.

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