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Unser erster All Inclusive Urlaub mit Baby auf Korfu

Lange haben wir gesucht, überlegt und recherchiert, welcher Urlaubsort und welche Urlaubsart mit einem so kleinen Baby am passendsten wäre. Am Ende sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es ein All Inclusive Urlaub auf der schönen griechischen Insel Korfu sein soll. Hier herrschen laut Google Ende September durchschnittlich 23-24°, abends kühlt es ein wenig ab. Genau das Richtige, nach dem Rekord-Sommer in Deutschland.

Allerdings hat dieser Rekord-Sommer auch Griechenland erreicht, wodurch es tagsüber auch gerne mal 30 Grad war. Zwischenzeitlich habe ich mich schon gefragt, warum ich das MissMaus eigentlich antue, aber die Abkühlung im Meer war nah und hat richtig gut getan.

Warum ein All Inclusive Hotel eines namhaften Urlaubsanbieter buchen?

Vorab gesagt sei, dass All Inclussive Urlaube so gar nicht mein Ding sind. Viel lieber plane ich eine ungefähre Reiseroute aus, bestimme einige Must-Dos oder Must-Sees und fahre dann mit dem Auto in diese Richtung. Am meisten schätze ich an solchen Urlauben, dass ich die Flexibilität habe, die Route beliebig zu ändern. Diese Freiheit nehme ich mir dann raus, wenn zum Beispiel ein verträumtes Dörfchen so einladend aussieht, dass man dort kurzentschlossen ein Airbnb bucht und eine Nacht länger bleibt, um dem Nichtstun genüsslichst zu frönen. Nun ja, genug geschwärmt von den Vorteilen des früheren Lebens.

Bei der diesjährigen Urlaubsplanung merkte ich schnell, dass sich meine Pioritäten gravierend verändert hatten. Als Mama, deren Alltag aus Baby-Animation von 0-24h, Aufräumen, Kochen, Bloggen, Sport machen etc. besteht, rücken Dinge wie: Bekocht werden, Babysitter Service, mehrerer Playrooms und beheizbare Pools schlagartig ganz nach vorne der Auswahlkriterien. MEER bzw MEHR Zeit für mich, das ist schon ein ganz großes Stück Urlaub!
Und so landeten wir in dem, überraschend angenehmen, Resort auf Korfu.

Die Anreise:

Aus Stuttgart haben wir nur 1Std 45Minuten bis Korfu gebraucht. Großer Pluspunkt also! Vor Ort wurden wir mit einem Ankunftsschild Willkommen geheißen, in den Bus gesetzt, und 15 Minuten später hatten wir schon den Willkommenscocktail in der Hand.

Welche Vorteile gibt es in einem All Inclussive Club für junge Eltern?

Zu bemerken war, dass 99 % der Gäste frischgebackene Familien mit Kinder bis zu vier Jahren waren. Super angenehm war das, weil mindestens ein Kind immer lauter schrie, als das eigene, was einem widerum ein wohliges Gefühl verschafft, da man hier ausnahmsweise mal nicht skeptischen Blicken oben erwähnter noch-nicht-Eltern ausgesetzt war.

Auch die Kellner und sämtliche Mitarbeiter des Resorts waren stets hilfsbereit und verständnisvoll. So wurde die Rassel auch noch zum vierten Mal mit einem Lächeln vom Restaurant-Boden aufgehoben, der Mama wurde morgens uneingeschränkt heißer Kaffee hingestellt, nachdem vorherige Tassen mal wieder erkaltet waren etc. Generell ist zu bemerken, dass die Griechen absolut Baby-vernarrt sind.

Niemals werde ich vergessen, wie eine Putzfrau ihren Wischmob und alles andere beiseite stellte, nur um sich herzhaft mit MissMaus zu beschäftigen. Das kam mir sehr willkommen, da ich gerade mitten in meinem Morgen-Workout im Fitnessstudio war und dieses auch tatsächlich erfolgreich absolvieren konnte. Kostenloses Baby-Sitting auf Griechisch, sozusagen.

Dass ich für mich und meinen Mann bei All Inclusive nicht kochen mussten, ist selbstverständlich. Das Essen war überragend!!
Überraschend bei speziell diesem babyfreundlichen Familienhotel war, dass es eine sehr große Baby-Essenstheke gab. Hier konnte man sich fertig geschnittene Gurkensticks, Bananen, Birnen, Brotscheiben, ungesalzene Kartoffeln, Brokkoli, oder Möhrchen holen. Auch eine Pürierstation und eine Mikrowelle standen in der Nähe, so dass man sich aus all den tollen Produkten jederzeit einen Brei machen konnte. Hätte ich das gewusst, hätte ich die vielen Hipp Gläschen die ich vorsichtshalber mitgenommen hatte, daheim lassen können.

Eine weitere Annehmlichkeit war der Kids Club für Babys unter 1 Jahr. Man könnte zwischen 3 Sessions jeweils à 2 Stunden wählen: von 10-12h, von 14-16h oder 18-21h.Wir haben uns für die Mittagssession entschieden, da die Kleine da meistens in bester (Spiel-)Laune ist. Somit, so dachten wir, sei die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass sie es auch bei jemand anderen, als Mama oder Papa blieb.

Allerdings wurden wir bei zwei der drei Versuche bereits nach 5 Minuten angerufen, weil die Kleine geweint hat und wir sie abholen sollten. Immerhin hatten wir ganze 2 Stunden für uns alleine. Ein neuer Rekord.

In der Anlage selbst gab es genügend Möglichkeiten, die Kleine zu beschäftigen. Da waren zum Beispiel 2 große Baby-freundliche Schwimmbecken und ein ganz Kleines mit 30 cm Wassertiefe. Außerdem gab es 2 Spielzimmer, die wirklich hervorragend ausgestattet waren. Es gab viele rutschfeste Krabbelmöglichkeiten und Kletterhilfen, lauter Spielzeug aus Holz oder Plastik, Knabber- und Tastbücher und vieles mehr…

Und was sagt MissMaus?

Ich weiß nicht, an was es genau lag, aber unser Kind hat in diesen zwei Wochen einen großen Schub gemacht. Vor dem Urlaub hat sie gerade mal gekrabbelt und im Urlaub hat sie dann angefangen sich hinzusetzen und sich an verschiedenen Dingen hoch zu ziehen. Zum Schluss hat sie es sogar mit freudigem Quitschen begrüßt, wenn man sie an den Händen ein paar Schritte gehen lies. Und das mit gerade mal 7 Monaten. Uns klappten schier die Kinnladen herunter.

Jeden Abend ab 19.00 Uhr sorgte das Hotel-Maskottchen für Unterhaltung für die kleinsten Gäste. Am ersten Abend sind mir sogar Freudentränen gekommen, als ich sah, wie sehr unser Baby das ganze Geschehen faszinierte. „Jetzt sind wir also tatsächlich selbst Eltern, Schatz!“, sagte ich zu meinem Mann.

Korfu – die Insel

Auch außerhalb des Hotels gab es Einiges zu entdecken. In Korfu Stadt war man innerhalb von 15 Minuten mit dem Bus Nummer 7. Dort kann man herrlich schlendern, shoppen und schön essen. Der Kaffee samt Bar Besitzer im „Cale Larga“ waren stark und aufmunternd – siehe Bilder! Am Schönsten fand ich den Zugang zum Meer von der Bar „Imabari Seaside Lounge Bar and Restaurant“. Auf den Schaukeln und der Hängematte konnten wir hervorragend den Nachmittag ausklingen lassen.

In Korfu Stadt haben wir uns für 2 Tage ein Auto gemietet. Zu beachten ist, dass in Griechenland der Tank so voll oder so leer zurückgebracht werden muss, wie man ihn bekommt. Nicht wie in Deutschland, immer voll getankt. Ich schreibe das, weil wir einen komplett leeren Tank bekommen haben, ihn voll gemacht hatten und nur die Hälfte verfahren haben.

Das Geld für den anderen halben Tank haben wir natürlich nicht zurück bekommen. Also lieber in kleinen Mengen tanken!

Die Insel zu umfahren, war wirklich wunderschön. Das Landesinnere erstrahlt in saftigem Grün, überall stehen Zypressen, die Serpentinen der Küsten geben einen herrlichen Blick auf das türkisfarbene Meer. Was für eine Augenweide.

Auch der Ausflug zum Achilleion, bzw „Sissi’s Schloss lohnt sich“. Es hat einen weitflächigen Garten und ist wirklich ein tolles Schloss. Nebenbei bemerkt, ganz ehrlich, welches Mädchen mag es denn nicht, sich einmal wie eine Prinzessin zu fühlen und im eigenen Schloss zu spazieren. Ein wenig Tagträumen ist hier erlaubt und erwünscht.

Eine Insel wäre nichts, ohne einen Ausflug mit dem Boot

Hier hat uns das „Paxos- Parga“ Angebot unseres Hotel überzeugt. Paxos ist eine Insel „nebenan“ im Ionischen Meer und Parga ist schon das Griechische Festland. Die Reise war mit max. 2,5 Stunden auf dem Boot gerade so machbar mit MissMaus. Die schönen Eindrücke und das Flanieren in den verwinkelten Gassen waren es wert.

Die Strände – herrlich für Sonnenanbeter, absolut ungeeignet für Kinderwägen

Die Vielfalt der Strände ist atemberaubend. Hier ist eine gute Übersicht. Es gibt sowohl sehr wilde und stürmische Strände mit felsigen Liegeflächen wie z.B. den nordöstlich gelegenen Kassiopi Strand. An der Westküste hingegen gibt es auch sandige Abschnitte wie bei Agios Gordios. Allerdings ist Letzteres nicht wirklich Baby-freundlich, da es nirgendwo einen Baum oder einen Strauch gibt, unter dem man Schatten findet. Auch der Zugang ist nicht durchgängig befahrbar, so dass man definitiv zwei Erwachsene braucht, um den Kinderwagen, samt brüllendem Baby, durch den Sand zu tragen.

Das ging uns bei sehr vielen Stränden so, weshalb wir uns eher in den Bars neben den Stränden aufhielten. Um dennoch nicht auf das kühle Nass zu verzichten, war jeweils einer von uns im Meer und der Andere beim Baby in der Bar. Einige Male habe ich die Kleine mit ins Wasser genommen. Sie fand das ziemlich klasse und hat zu meinem Schreck anschließend krampfhaft versucht den Strand aufzuessen. Achja, Urlaub mit Baby ist einfach nicht mehr das Selbe…

Wie oben erwähnt, hat uns noch der Stand Faliriaki sehr gut gefallen. Mir das Wasser, meinem Mann die zahlreichen Gin Tonic Variationen und MissMaus die Schaukeln.

Tatsächlich mussten wir uns eingestehen, dass der hoteleigene Strand für uns am Besten war. Er lag direkt hinter den Pools, so dass man sich aussuchen konnte wo man sich abkühlt. Alle Annehmlichkeiten waren auf dem selben Gelände. Die Liegefläche war von vielen Bäumen umringt, womit wir genug schattige Plätze hatten, um die Kleine auch nackig krabbeln zu lassen. Der Zugang zum Meer war seicht und es gab so gut wie keine Wellen. Mit unserem Schwimmtrainer-Ring gewappnet, hat die Kleine dort am meisten Zeit im Wasser verbracht.

Mein Fazit: Als frischgebackene Eltern ist ein All Inclusive Urlaub am Ionischen Meer definitiv eine tolle Sache! Verwöhn-Programm pur, wenn man weder kochen, putzen noch diverse Treppen rauf und runter muss mit dem gefühlt immer schwerer werdenden Kinderwagen.

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