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ET, der Irdische

Ein wenig Gehirn-Jogging und Quatsch-Rechnungen gefällig? Dann bitte weiterlesen!

Am Ende der Schwangerschaft angelangt, fragen mich immer mehr Freunde und Bekannte: „Und, wie weit bist du jetzt?“ Wäre ich in der, sagen wir mal 28. SSW, hätte ich mit meinen Mathematik-Kenntnissen geglänzt und stolz: „Ende 7. Monat!“ geantwortet! (Also 28/4 = 7 volle Monate). Nun ist ja eine Schwangerschaft allgemein als 9-monatiges Ereignis zu betrachten. Das Problem ist nur, dass mir langsam die Monate ausgehen. Da ich bei meinen 38 Wochen laut obiger Formel (Woche/4) bei 9,5 ankomme, müsste ich jetzt schon im 10. Monat sein, was nicht sein kann, da es fast noch 3 Wochen bis zum Geburtstermin sind. Daher frage ich mich, was an dieser Rechnung nicht stimmt.

Google, Foren und Hebammen haben dazu die unterschiedlichsten Theorien: Zunächst erklärt man mir, dass man bei Schwangerschaften von Lunarmonaten spricht. Diese haben 4,5 Wochen. Weiter heißt es, der Geburtstermin werde ab der letzten Periode berechnet und nicht ab dem tatsächlichen Zeitpunkt der Empfängnis. Andere sagen schlicht, dass man volle 9 Monate schwanger ist und das Kind dann halt am ENDE des 9. Monats kommt. Mir ist das zu bunt.

Mittlerweile sage ich den Leuten einfach eine der folgenden Abkürzungen: meine SSW oder meinen ET und schaue, was sich dann auf den Gesichtern abzeichnet – macht wirklich Spaß, kann ich nur empfehlen!

Gerade diesen nebulösen ET darf man aber nicht zu ernst nehmen. Abgesehen davon, dass mich diese gynäkologische Abkürzung anfangs eher an den Außerirdischen aus den 80ern, Zitierweisen aus dem Studium wie „et al.“, oder die Abkürzung für Eigentor erinnerte, erblicken am Errechneten Termin tatsächlich nur 4% aller Babys das Licht der Welt. Die meisten Sprösslinge kommen 1-2 Wochen vor oder nach dem errechneten Termin, was im letzteren Fall für die wartenden Mamis besonders belastend ist.

Ich für meine Verhältnisse wäre froh, wenn es vorher passieren würde, dann kann ich auch dieses Mathe-Kapitel mental beruhigt unter „bestanden“ ablegen und mich wichtigeren Dingen zuwenden.

Mit was beschäftigt man sich sonst noch so kurz vor der „Niederkunft“, wie es so schön im Arbeitsgesetz steht?

Das Kinderzimmer ist eingerichtet, die Wickelstation und der Windeleimer warten auf ihren Einsatz, Mobiles sind aufgebaut und Spieluhren-Melodien auswendig gedudelt. Auch Babys Anziehsachen sind gewaschen, gebügelt und der Körpergröße nach in Kisten vorsortiert. Es kann losgehen! Nur, dass sich da nichts rührt. Kommen wir also zu der Frage: Woran merke ich, dass es losgeht?

Zusammengetragen aus Büchern, dem Geburtsvorbereitungskurs und Gesprächen mit meiner Hebamme kann man von folgenden Dingen ausgehen:

  • Blasensprung
  • Rosafarbene oder bräunliche Schmierblutungen. Diese können auftreten, sobald sich das Gebärmutterhalsgewebe anfängt abzulösen, was dem Öffnen des Muttermundes vorangeht.
  • Das „Zeichnen“, auch als Lösen des Schleimpfropfes bekannt. Kann wohl „eine esslöffelgroße Menge“ sein – na yuppie
  • Wehen. Sollen sich anscheinend anfühlen wie stärkere Regelschmerzen. Immer wieder betont wurde, dass man nicht bei der ersten Wehe ins Krankenhaus aufbrechen sollte. Um das Öffnen des Gebärmuttermundes voranzutreiben, ist eine entspannte Atmosphäre bzw. eine entspannte Gebärende nötig. Bei zu viel Hektik und Stress kann man den Prozess aber verlangsamen. Mir wurde empfohlen, solange daheim zu bleiben, bis man sich neben den Wehen auf nichts anderes mehr konzentrieren kann und ins Schnaufen oder Schwitzen gerät.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Start in die Woche und werde nun selbst der Dinge harren, die auf mich zukommen.

 

©StuggiMom-Bloggerin Anastasia

Bildnachweise

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Aliens: photo credit: diarnst Contact ! They are landing !! via photopin (license)

2 Kommentare

  1. Брандт Брандт

    Чем позже ,тем желаннее. Самое главное здоровенькая.

  2. Yulia Yulia

    Ja, zum Ende des 9. Monats kommt es meistens, so ab der 36. SWW. Außer innen drin zu kuschelig ist 😉
    Oder die Mama bleibt stets in Bewegung und schaukelt jedes Mal in den Schlaf, sobald die Kleine denkt aktiver zu sein und sich nach außen zu bewegen 🤣

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